Confessions of a Schreiberling: Warum ich meine Leser*innen nicht gerne an der Hand nehme

Klar, man macht es sich gerne so einfach wie möglich. Und ja, ich drücke mich bisweilen sowohl sprechsprachlich, als auch schriftlich etwas komplizierter aus als nötig. Ohne arrogant klingen zu wollen: ich mache das, weil mein Sprachschatz durchaus recht groß ist und weil ich Freude dran habe.

Das wirkt sich natürlich auch auf mein Geschreibsel aus.

Sprache ist für mich ein Werkzeug, aber auch eine Sandkaste, in der ich mich nach Herzenslust austobe und von der ich nehme, was mir am passendsten erscheint. Da ist dann schon einmal Vokabular dabei, das dem Zielpublikum – bei den Knochenblumen beispielsweise Jugendliche und junge Erwachsene – vielleicht nicht unbedingt geläufig ist, was eine Vielzahl von Gründen haben kann. Manche werden hier vielleicht dazu übergehen, ihre Sprache zu simplifizieren. Während ich die Gründe dafür nachvollziehen kann und dagegen auch überhaupt nichts sagen möchte, kann und werde ich diese Praxis nicht teilen. Der Grund dafür ist simpel: ich halte meine Leser*innen für kompetent genug, unbekannte Wörter nachzuschauen oder zumindest einfach zu überspringen, beziehungsweise sich ihre Bedeutung zusammen zu reimen. Sicher könnte ich es ihnen einfacher machen, aber wieso sollte ich das tun? Ich gehe hier von Menschen aus, die zu weiterem Denken fähig sind. Wie sollen Leute ihren Sprachschatz erweitern, wenn man ihnen keine Möglichkeit dazu gibt? Gerade bei jüngerem Publikum kann die Gratwanderung zwischen bereichernd und überfordernd natürlich schwierig sein, aber mir erscheint sie absolut lohnenswert. Worte und ihre Bedeutung sinnerfassend auf- und anzunehmen ist meiner Meinung nach der erste Schritt zu einem ausgereiften Denken und einer kritischen Auseinandersetzung mit Stoffen.

Was ist eure Meinung dazu? Ist es zielführender, Sprache anzugleichen oder findet ihr meine Methode gerechtfertigt?

Advertisements

Wer kurze Buch-Rezensionen mit süßen Katzen auf den Fotos haben möchte….

….dem sei hiermit mein Instagram-Account blauerbuchling ans Herz gelegt, wo ich in regelmäßigen Abständen die Bücher poste, die ich von meinem SuB vernichte. Seit Anfang dieses Jahres sind dabei auch immer unsere Katzen Leopold und Viktor mit von der Partie und versüßen jedes Buchcoverfoto.❤️

(Zwischendurch gibt es dann auch immer wieder mal Outfit-Fotos. Vor allem aber Katzen, Bücher und Schreibtechnisches. Versprochen.)

Buchquartier 2018: Ein Pflichttermin im Literaturkalender — Books in Vienna

Alle Jahre wieder im Dezember öffnet mit dem Buchquartier quasi die kleine hübsche Schwester der Buch Wien ihre Pforten. Wer lieber in einem gemütlichen Rahmen mit VerlegerInnen und AutorInnen ins Gespräch kommen will, anstatt in einer riesigen Messehalle, die/der ist bei der auch heuer im Museumsquartier stattfindenden Veranstaltung goldrichtig. Das Buchquartier versteht sich laut Eigendefinition […]

über Buchquartier 2018: Ein Pflichttermin im Literaturkalender — Books in Vienna

Danke an Books in Vienna für diesen Artikel zum Buchquartier, auf das ich selbst es heuer endlich auch zum ersten Mal geschafft habe. Viele Inspirationen für die Weihnachtswunschliste wurden mitgenommen!

Technisches Update: Kleine Blog-Neuheiten

Besonders wichtig: man kann meine kreative Arbeit jetzt mit einer einmaligen Spende beginnend bei 3$ auf Ko-Fi unterstützen, Voraussetzung dafür ist lediglich, dass man einen PayPal-Account hat. Den Link findet man zusätzlich zu diesem Post nochmal auf der About-Seite. Genauere Informationen, was Ko-Fi denn überhaupt ist, findet man hier. Sollte ich es irgendwann mal hinbekommen, das Widget dafür gescheit zu setzen, wird’s dafür auch einen Button am Blog geben.

Weiterlesen

Die unendliche Geschichte des Überarbeitens

Kaum bin ich zurück von der diesjährigen Tagung der Gesellschaft für Fantastikforschung in Fribourg, die wie schon letztes Jahr auch diesmal unglaublich anregend im akademischen wie auch künstlerischen Sinne für mich war, da denke ich schon über die nächste Tagung nach – während ich auf einem Hotelbett in Finnland sitze. Ein Wochenende später hat es mich nämlich nach Helsinki verschlagen. Dennoch möchte ich die Gelegenheit zu einem kleinen Update nicht missen.

Ich möchte nicht lügen: mein Sommer war anstrengend. Wo er nicht anstrengend war, habe ich meine ganze Aufmerksamkeit darin investiert, mich zu erholen. Die kreative Arbeit ist daneben mehr oder weniger brachgelegen: kein Antrieb, keine Energie seit Ende Juli, wo ich auf Familienurlaub in Teneriffa wenigstens ein bis zwei Kapitel der Knochenblumen überarbeiten konnte. Der Grund dafür waren privater Stress, viel Arbeit und meine BA-Arbeit, deren Abgabetermin wie ein Damoklesschwert über mir hing.

Seit Anfang September geht es aber wieder bergauf. Das hat damit zu tun, dass ich nach meiner Rückkehr von der Tagung endlich meine zweite BA-Arbeit für die Komparatistik beenden konnte, in Fribourg eine durchaus brauchbare Idee für meine Masterarbeit an der Germanistik bekommen habe und generell mit viel positiver Energie aufgeladen wurde. Befreit von der Deadline der BA-Arbeit und daneben auch von der Deadline für eine Auftragsarbeit habe ich endlich wieder Zeit gefunden, mich mit den Knochenblumen zu beschäftigen – und es hat gut getan!

Der erste Überarbeitungsdurchgang war schon mehr als erfolgreich. Im zweiten wird, so vor einigen Tagen beschlossen, nun noch ein Nebenhandlungsstrang hinzugefügt, den ich für eine eindeutige Bereicherung halte. Seine Hauptvorteile sind, dass eine der Nebenfiguren damit mehr ins Rampenlicht gerückt wird und nicht sang- und klanglos in den Hintergrund verblasst, der Protagonist mehr motiviert wird und generell der Plot stimmiger werden sollte. Es bedeutet leider auch, dass ich noch eine POV und einige Kapitel hinzufügen muss, aber das sollte ich hinbekommen. Abgesehen davon füge ich im Überarbeitungsdurchlauf 2 mehr Beschreibungen der Umgebung und ein bisschen mehr Worldbuilding hinzu, Charaktere werden noch etwas mehr ausgefleischt und Formulierungen möglichst gut abgerundet.

Daneben muss ich mich jetzt langsam darum kümmern, gute Verbindungen herzustellen. Für eine Autorin ist es wie für jede_n Kunstschaffende_n wichtig, sich ordentlich zu präsentieren und zu vernetzen. Dementsprechend habe ich auch über die Verwendung eines Pseudonyms gegrübelt, was ich eventuell in einem Extra-Beitrag noch ausführlicher behandeln werde. Abgesehen davon bin ich auf der Tagung mit einigen Leuten ins Gespräch gekommen und liebäugle damit, im nächsten April auf dem PAN-Branchentreffen etwas mehr Werbung zu machen – bis dahin bin ich ja hoffentlich schon an einem guten Punkt mit dem Manuskript angelangt!

Vor der Morgenröte

Im Folgenden eine Kurzgeschichte, die ich für den Wettbewerb „Das einsame Haus am grünen See“ vom Ohneohren-Verlag geschrieben habe. Leider hat sie es nicht in die ausgeschriebene Anthologie reingeschafft, vielleicht gefällt sie aber doch der ein oder anderen Person. Einen Keks für alle, die meta- und intertextuelle Bezüge zu anderen Werken erkennen.

Weiterlesen