Des Buchlings Eventkalender: Literaturfestival O-Töne

Seit Donnerstag, dem 06.07.2017, findet in Wien das Literaturfestival O-Töne im Museumsquartier statt. Bis 24. August hier jeden Donnerstag acht Neuerscheinungen des Jahres mit Lesungen vorgestellt, um die Aufmerksamkeit der Allgemeinheit für österreichische Gegenwartsliteratur zu erhöhen. Daneben werden auch Debüts vorgestellt. Schönes Detail: Die Buchhandlung Kuppitsch am Schottentor veranstaltet in Kooperation einen Büchertisch, wo die vorgestellten Werke dann auch gleich käuflich erworben werden können. 

Für alle Interessierte lässt sich das Programm auf der Website des Literaturfestivals einsehen. 

Schreibwettbewerb: Rebel Time

Das von mir hochgeschätzte Why nICHt?-Magazin der Komparatistik Wien hat einen neuen Schreibwettbewerb bekanntgegeben: Das diesmalige Thema ist Rebel Time.

Deadline ist der 17.10.2017.

Erlaubt sind Kurzgeschichten, Gedichte, kurze Dramen und Fragmente in Englisch, Deutsch, Französisch oder Russisch (letzteres nur als Quellensprache für Übersetzungen). 

(Bildquelle: KDP)

Des Buchlings Zwischenupdate: Neue Formate

Kraut und Rüben sind ja schön und gut, aber manchmal will der Mensch eine ordentliche Struktur zwischen den Zähnen. Deswegen habe ich mir jetzt überlegt, wie ich meinen Blog besser gestalten kann. Ein wichtiger Schritt dazu sind für mich die Aufstellung bestimmter Formate, die es fortan geben soll. Viele davon habe ich bisher auch schon gebracht, allerdings möchte ich sie jetzt ein wenig klarer umreißen und ordnen.

Schreiten wir also zur Tat!

  • Des Buchlings Literaturkritik: Rezensionen schreiben kann ich zwar, viel lieber kümmere ich mich aber um Literaturkritiken (ich weiß, die Grenzen sind da oftmals fließend, but bear with me). Hier werden sich in Zukunft Literaturkritiken zu bestimmten Werken finden, zu denen ich tatsächlich etwas zu sagen habe, immer kombiniert mit Hintergrundwissen, ein wenig eigener Meinung, einem Blick auf die Rezeption des Textes und natürlich einem Link dorthin, wo man den Text bei Interesse käuflich erwerben kann.
  • Des Buchlings Projektauszug: Hier werde ich immer wieder Auszüge aus momentanen Projekten, Entwürfen, Gedankenfetzen etc. präsentieren, um einen Einblick in meine Arbeit zu geben.
  • Des Buchlings Aventiure: Ein Format, in dem ich mich mit meinen Ausflügen in andere Medien wie Lieder, Filme, Serien oder Spiele beschäftigen werde. Ziemlich sicher werden hier einige intertextuelle Beziehungen und andere literarische Themen behandelt werden, nachdem ich das meistens am spannendsten finde. Außerdem werden hier auch Dinge gelistet, die nicht in die anderen Formate passen, wie beispielsweise Vorstellungen von Websites und ähnlichem.
  • Des Buchlings Zwischenupdate: Nicht unbedingt ein Format per se, aber hier werde ich immer wieder darüber informieren, falls sich an der Bloggestaltung etwas verändert.
  • Des Buchlings Selbstreflexion: Ein Platz, den ich dazu nutzen werde, über allgemeine Fortschritte und Veränderungen in meinem Leben zu reflektieren. Wird wahrscheinlich zwei- bis dreimal im Jahr erscheinen, sicher nicht mehr. Langweilen will ich ja schließlich niemanden!
  • Confessions of a Schreiberling: Auch das ist eine schon bekannte Rubrik, die ich weiterhin dazu nutzen werde, um spezifisch über Eigenheiten, Schwierigkeiten oder andere damit verknüpfte Themen meines Daseins als aufstrebender Schreiberling zu reden. Beziehungsweise zu klagen. Je nachdem.
  • Schreibwettbewerb: Wie gehabt werde ich hier Schreibwettbewerbe vorstellen, über die ich stolpere und für die ich Interesse hege. Dies kommt mit allen Infos zu Veranstalter_in, letztem Abgabetermin und allen anderen nötigen Vorgaben für den Wettbewerb sowie weiterführenden Links.
  • Des Buchlings Eventkalender: Hier werde ich ab und an über literarische Veranstaltungen in und um Wien berichten.

Wie (fast) alles im Leben ist natürlich auch diese Einteilung nicht in Stein gehauen und es kann durchaus sein, dass sich da noch etwas tut. Für die nächsten Monate möchte ich sie allerdings gerne beibehalten und ausprobieren, ob das alles so funktioniert, wie ich mir das vorstelle.

Zeit zum Zeltaufschlagen! Camp NaNo im Juli 2017

„Wirst du es niemals sein lassen mit deinem komischen Camp und deinem komischen NaNo?“, fragen mich die einen oder anderen vielleicht schon genervt. Die Antwort darauf ist: Nein – nein, werde ich nicht und je mehr Schreiblinge ich mit mir in den Wahnsinn stürze, umso besser.

Mit diesen Worten frischauf in das neueste Camp! Was ist denn alles so geplant?

  • Mein  Wortziel liegt diesmal etwas höher als üblich, nämlich bei 35.000 Wörtern. Das liegt daran, dass ich mit einiger Freizeit im Juli rechne (schockierend, ich weiß!) und deswegen ein bisschen mehr produzieren können werde. Hoffentlich. Ähem.
  • Das fiktive Schreibziel ist diesmal ein Romanprojekt, das bis dato den wunderschönen Arbeitstitel „Amore in der Anwaltskanzlore“ trägt. Der chaotische Professor für Byzantinik Matteo ist am Boden zerstört, als er herausfindet, dass seine Frau Lucrezia ihn schon länger heimlich mit seinem Bruder betrügt. Jetzt will er nur noch eines: Das komplette Sorgerecht für seine dreijähige Tochter Diana, bevor ihre Mutter sie mit sich nach Italien nehmen kann und er sie aufgrund seiner Arbeit in Wien kaum noch zu Gesicht bekommt. Hilfe bekommt er dabei von der Schwester eines Jugendfreundes, Odette Aurifére. Die schöne Anwältin mit ihrer silbernen Zunge und Topquote aufgrund ihrer rücksichtslosen Professionalität macht es Matteo bald sehr schwer, Berufliches von Privatem zu trennen…. Eine Heteroromanze als Hauptromanze?! Well, in a way yes, but that doesn’t necessarily make it not queer. 😛 Ich glaube eine nicht-queere Hauptromanze werde ich wahrscheinlich nie wieder zusammenbringen. An dem Projekt habe ich im Vorfeld schon ein bisschen zu basteln begonnen und ich hoffe darauf, beim Camp ein gutes Stück voranzubringen.
  • Das non-fiktive Schreibziel sind zwei Essays für die Uni. Bei einem habe ich noch keine Ahnung vom Thema, aber er wird für Soziologische Literaturtheorie sein und muss bis spätestens 31.07. abgegeben werden. Wahrscheinlich nehme ich Adornos Literaturtheorie her und überprüfe sie auf ihre Aktualität oder irgendetwas dergleichen. Mit Adorno kenne ich mich noch am Besten aus. Der zweite Essay, den ich eventuell im Juli schreiben werde, ist für mein Seminar „Russian and European Literature in the 19th Century“ und hier schreibe ich entweder über das Motiv der Augen in Turgenjews Kurzgeschichten oder über das Motiv des Gartens in Turgenjews „Erste Liebe“ und „Väter und Söhne“. Nachdem ich letzteren theoretisch auch im August fertigstellen kann, werde ich hier allerdings recht gemütlich zu Werke gehen, wenn überhaupt. 
  • Ich habe wieder vor, mir eine Kabine zu teilen und bin de facto schon von Freunden in eine solche eingeladen worden. Ich gehe davon aus, dass mir diese Struktur des Camps wieder deutlich bei der Motivation helfen wird – wenn nicht, dann schadet sie zumindest nicht!

Habt ihr auch vor, beim Camp NaNo Juli mitzumachen und wenn ja, welche Projekte habt ihr geplant? Ich freue mich sehr über Berichte! 😀 

Des Buchlings Projektauszug: Die Plattenbausaga

Im Folgenden ein Ausschnitt aus der als Arbeitstitel liebevoll getauften „Plattenbausaga“, die ich vor ein oder zwei Jahren begonnen habe und immer wieder um ein paar Szenen erweitere. Sie erzählt die Abenteuer von Finn, der sich unglücklicherweise in einen deutschen Austrianer verliebt, und seinem mehr oder weniger queeren Freundeskreis mit seinen eigenen Schwierigkeiten in Wien. Aufgrunddessen hat gerade Roman im Folgenden einen recht prominenten Akzent, der allerdings hoffentlich dennoch zu verstehen ist. Die Plattenbausaga kann ein wenig als meine Hommage an die Stadt, die mich geboren und geformt hat, verstanden werden – mit all ihren Schwächen und Vorzügen.

(Bild: „Bodenschätze“ von julialametta)

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„Du musst ma helfen, de Miriam suchen“, sagte Roman.

Finn blinzelte. Ein Blick aus rot geränderten Augen auf die maliziös blinkende Uhr neben dem Bett verriet, dass es neun Uhr morgens war. Die Tatsache, dass er erst gegen halb sieben zum fröhlichen Vogelgezwitscher vor seinem Fenster – das dringend wieder einmal geputzt werden musste – eingeschlafen war, war Anlass für ein leidendes Stöhnen.

„Bist du deppert?“, fragte er und versuchte sich auf die andere Seite zu drehen. „Sicher nicht.“

„Oida, i brauch di, du bist intelligenter ois i“, sagte Roman und zerrte ihn mit seinen langen Armen sprichwörtlich aus dem Bett, sodass Finn unsanft auf den Boden fiel. „Ausse jetz‘.“

„Ich hasse dich“, verkündete Finn und rieb sich den Ellbogen. „Ich brauch‘ zumindest was in den Magen. Kaffee. Ich brauch‘ Kaffee.“

„Dann gemma Mäci“, verkündete Roman mit der Gleichmut eines römisch-katholischen Bischofs und kratzte sich an seinem rasierten Kinn. Mit der Strenge eines Feldmarschalls wachte er über Finns Bemühungen, sich in einen halbwegs sauberen Pullover zu zwängen und in dem liebevoll angerichteten Chaos seines Schlafzimmers eine Jeans zu finden. „Herst, bistas jetzt?“

„Eine Minute noch, mein Gott“, stöhnte Finn und tastete fahrig nach seinem Handy, das er mit sicherem Griff in seiner Hosentasche verstaute, um sich noch einmal durch die blonden Haare zu fahren, damit der Eindruck einer Frisur entstand. Roman war unerbittlich; sowie Finn den Finger vom Touchscreen genommen hatte, packte er ihn am Arm und schleifte ihn förmlich aus der Altbauwohnung. Immerhin durfte Finn noch abschließen. 

„Was ist denn jetzt überhaupt mit Miriam?“, erkundigte er sich und wünschte sich dabei insgeheim einen Schal herbei. Es war frisch an diesem Morgen; der Achtzehnte kleidete sich nach dem Vorbild der edlen Gesellschaft in einen dünnen Schal aus Nebelfetzen und wurde nur gelegentlich von einem sonnigen Lächeln erhellt. Wenig sonnig erhellt war das Gesicht von Frau Eybl, die ebenso faltig war wie der Dackel, den sie an der Leine führte, damit er in den Vorgarten des Altbaus urinieren konnte wie Finns Vater anno dazumal nach dem Sieg in Córdoba. Pfeilschnell wich Finn Hexe, Hund und Hinterlassenschaften aus und trabte Roman hinterher, der stur die Haltestelle des Achtunddreißigers ansteuerte.

„Oisn, pass auf“, sagte er und steckte die Hände in die Hosentaschen, „Do scheißt di wirklich o. I bin ma ziemlich sicher, dass de Miriam an ondern Hawara hot.“

„Ach was, die Miriam hat doch keinen anderen!“, erwiderte Finn verblüfft und schüttelte den Kopf. „Also nein, das glaub‘ ich nicht.“

„I hob da jo gsogt, do scheißt di o!“, sagte Roman und unterstrich den Ernst der Lage mit einem langsamen Nicken seines wuchtigen Schädels. In der Ferne rollte langsam wie das jüngste Gericht die Straßenbahn an. „Wenn i die Sau dawisch, hau i dem Oarsch mit Ohren ane rein, doss der den gonzn großen Bären vor Augn siacht.“

„Poetisch“, stellte Finn fest und wich einem Kinderwagen aus, der sich unter drohendem Geschrei aus der Straßenbahn schob, nur um keinen Moment später von Romans großer Pranke hineingedrückt zu werden. „Woher willst du das überhaupt so genau wissen? Habt’s ihr euch gestritten oder was?“ 

„Ja waßt eh wie des so is“, winkte Roman ab, „I hob’s nur gewagt, wos über ihren depperten Hühnerstoi von Weibern zu sogn- no mehr hob i net braucht! Der zwade Wötkrieg woar a Schaß dagegen! Die Oide is‘ wieder sofort vom Hundertsten ins Tausende kummen und hot Dinge aufgrollt, die scho a Ewigkeit her san! Do hob i natürlich gsogt, i brauch a bissl Abstand, gö, deswegen hob i mi gschlichn. I hob docht, de Oide wird mi spätestens aan Tag später oruafen!”

Manchmal, stellte Finn fest, war Romans Dialekt schlimm genug, um ihn hinterfragen zu lassen, ob sie tatsächlich noch dieselbe Sprache benutzten. “Hat sie aber nicht.”

“Na”, bestätigte Roman in jener typisch wienerischen, finalisierenden Art und Weise, die ein Auftakt zu größeren Enthüllungen war. Tatsächlich fügte er nach einem tiefen Einatmen durch seine beeindruckend großen Nasenlöcher hinzu: “I wett, die is mit dem Tschusch’n abg’haut.”

“Welcher Tschusch’ jetzt schon wieder?”, hakte Finn in ehrlicher Verwirrung nach und fragte sich, wo sie überhaupt aussteigen würden. “Wo fahren wir überhaupt hin?”

“Schottentor bis Volkstheater, dann gemma U3 bis Neubaugossn und dann noch a Stickl z’Fuaß”, sagte Roman, und dann: “Waaßt eh, der eine Tschusch, der ihr scho seit da Sechsten immer so verliabte Kuhaugen g’mocht hot und bei ihr um d’ Ecken wohnt. Oarschloch, bleedes.”

“Roman, der Hasan wohnt schon länger in Wien als du und hat im Gegensatz zu dir wenigstens immer einen Einser in Deutsch gehabt”, merkte Finn an. Sein Kampf gegen unnötige Verallgemeinerung und Alltagsdiskriminierung fand jedoch im Angesicht von Romans glühender Empörung keine Mitstreiter und wurde von einer wegwerfenden Geste ganz einfach beiseite gefegt.

“Is‘ ma wurscht”, sagte Roman entschieden und gewann so auf raffinierte Weise die Diskussion für sich. “Aber i bin ma sicher, der waß wos, der Wappler.”

“Na wenn du dir sicher bist…”, sagte Finn und rollte mit den Augen, folgte Roman jedoch aus der Straßenbahn hinaus zur U2-Station des Schottentors, das wie üblich gestopft voll war mit übermüdeten Studenten und anderen exotischen Spezies, die auf ihre Straßenbahnen warteten und dabei Gefahr liefen, aufgrund der mangelnden Absperrung dem Schicksal einiger unglücklicher Tauben zu folgen und auf den Schienen zerquetscht zu werden. Finn überließ Roman die meiste Arbeit und hielt sich in dessen Windschatten, denn wenn es eine Sache gab, in der Roman sich fähig erwies, dann war es, sich breitschultrig und asozial einen Weg durch Menschenmassen zu bahnen und dabei sowohl singende Augustin-Verkäufer als auch die üblichen gelangweilten Inder mit ihrem Zeitungsstand gnadenlos zu ignorieren. Von da an ging es nur noch bergab – erst wortwörtlich, als sie sich die Rolltreppe hinabdrängten, dann im metaphorischen Sinn, als die U3 in Richtung Ottakring bestiegen wurde. Das Ganze wurde begleitet von frohgemuten, farbenfrohen Beschreibungen Romans über all die grausamen Dinge, die er mit Hasan tun würde, wenn er “seinen dürren Hois” endlich in die Finger bekommen würde. 

Als sie ausstiegen und Roman schnurstracks in eine der kleineren Seitengassen einbog, war Finn beinahe schon froh, dass er vermutlich bald Zeuge einer Schlägerei werden würde; Roman tendierte zur Schweigsamkeit, wenn er Blut und Zähne einer feindlichen Partei fliegen ließ. Als sie sich Hasans Domizil näherten, wurde klar, dass Romans Verdacht nicht so abwegig gewesen war, wie es zuerst geschienen hatte.

Des Buchlings Selbstreflexion: Veränderungen

Mit dem nahenden Ende des Semesters möchte ich kurz vom Lernen für weitere Prüfungen prokrastinieren, um über persönliche Fortschritte, Entwicklungen und Veränderungen im letzten halben Jahr zu reflektieren. Es hat sich einiges getan und ab und zu lohnt sich meiner Meinung nach ein Blick zurück.

Was also ist neu?

  • Arbeit: Im Büro bin ich sattelfest geworden. Ich weiß, was ich kann und wo meine Stärken und Schwächen liegen. Im Umgang mit Gästen habe ich gelernt, durchsetzungsfähiger zu werden, aber auch, Menschen und ihre Bedürfnisse besser zu erspüren und eine Umgehensweise mit ihnen zu entwickeln. 
  • Praktikum: Zum Vorstellungsgespräch bin ich selbstsicherer als jemals zuvor gegangen. Dieser Moment hat mir gezeigt, dass ich mittlerweile gelernt habe, mich selbst und meine Vorzüge zu kennen und auch zu präsentieren, aber auch mit meinen Defiziten offen zu sein. Wenn ich nicht als Person punkten kann und mich verstellen muss, um den Posten zu bekommen, bringt es sowieso nichts. Glücklicherweise hatte ich mit Marion Fugléwicz-Bren, der Autorin der „Die Philosophen kommen„-Reihe, gleich eine gute Chemie und freue mich, in Zukunft mit ihr an spannenden Buchprojekten zu arbeiten. Ich werde hoffentlich viel über Self-Publishing und E-Books, Layoutgestaltung und Textbearbeitung sowie Marketing und Blogarbeit lernen, was mich meinem Traum von der Verlagsarbeit endlich wieder ein wenig näher bringt. 
  • Uni: Dieses Semester war vielleicht eines der lehrreichsten, das ich in meinen bisherigen fünf Jahren Uni (ich werde alt!) jemals hatte. Ich hatte einen Professor, der eine ganz eigene Art von Mensch war und es geschafft hat, mich absolut nach Höchstleistungen streben zu lassen, um zu zeigen, dass ich gut genug bin. Endlich war hier wieder jemand, der meinen akademischen und schriftstellerischen Ehrgeiz geweckt und angestachelt hat, aber der auch meinen Blick auf die Akademik selbst verändert hat: Sekundärquellen in allen Ehren, aber die Ideen müssen unverfälscht von einem selbst kommen, man sollte an Texte eigenständig herangehen. Meine Liebe zur Literatur ist wieder ganz neu geweckt worden. Aber auch etwas anderes Wichtiges habe ich gelernt: Dieses Semester habe ich begonnen, Russisch an der Slawistik zu lernen, nachdem mein Selbststudium ab einem gewissen Zeitpunkt zum Scheitern verurteilt war. Der Kurs war hart und unerbittlich, aber ich habe wirklich gute Einblicke und eine Basis, auf der ich nächstes  Semester weiter aufbauen kann, erhalten. 
  • Schriftstellerei: Seit Monaten habe ich wieder eine gute Idee zu einem eigenen Prosaroman, die ich jetzt seit einigen Wochen mehr oder weniger gemächlich verfolge. Zuvor habe ich versucht, mich in die Arbeit an einer historischen Fanfic zu stürzen, aber diese hat bald den Punkt erreicht, wo sie mehr Recherchearbeit erforderte, als ich unter dem Semester aufbieten konnte. Hoffentlich werde ich im Sommer mehr Gelegenheit dazu haben, daran weiterzuarbeiten. Außerdem habe ich endlich mal wieder etwas publiziert, worüber hier schon berichtet wurde. Generell habe ich nach längerer Flaute wieder an mehreren Wettbewerben teilgenommen und beabsichtige, das auch weiterhin zu machen. 
  • Privates: Meine Wohnsituation ist dabei, sich bedeutend zu verändern und ich bin dankbar dafür, weil ich glaube, dass die zukünftige Wohnsituation mit meiner Liebsten sehr erfüllend sein wird. Ansonsten gibt es kaum Drama in meinem Privatleben, was mich unendlich erleichtert. 

Natürlich gibt es immer noch viel Entwicklungspotenzial. In den folgenden Tagen werde ich ein bisschen über meine Sommerpläne und geplante Projekte posten, besonders nachdem ja im Juli wieder das Camp NaNo wieder ansteht.

Bis dahin: Bleibt gesund und cremt euch zum Schutz gegen die Sonne gut ein!

(Bild: Dreams von Aziz Acharki)